RG65-Forum

Normale Version: Noch eine Holz-Coriolis
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Roland K.

Nachdem ich mich Basteltechnisch an den "Yoghurtbechern" (wie Uwe so schön sagt) ausgetobt habe musste unbedingt ein Holzboot auf Kiel gelegt werden. Da kam mir die RG65 natürlich gerade recht, v.a auch weil hier im Norden ja Regattatechnisch auch ziemlich viel los ist.
Auch wenns die erste RG ist sollte sie doch möglichst konkurrenzfähig werden, daher die Entscheidung für den Riss der Coriolis. Gleichzeitig wollte ich versuchen trotz Holzbauweise ein akzeptables Gewicht zu Erreichen.

Den Spantensatz hab ich bei Rainer Kuhlmann bestellt, war zu faul zum Sägen und ausserdem wird sowas bei mir eh immer schief...
Beplankt mit Balsa, Aussen einmal 49er Glas laminiert.
Deck aus Balsa, aussen einmal 49er Glas, innen 2x 68g Kohle/Aramid.
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Heck auch mit Kohle Aramid zugemacht, Kieltasche aus Kohle (irgendwo aus Lübeck ;-)).
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Gesamtgewicht wie auf dem Foto im Moment 170 g.
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Die Lösung mit der Dose passt irgenwie nicht zum Holzboot. Bleibt aber zum Testen erstmal drin, später wird die entweder rausgefräst und nur abgeklebt oder ich bau noch nen richtigen Deckel.

Roland K.

Sperrholz wäre natürlich auch gegangen. Ich fand aber beim rumprobieren die Optik aus den Balsaplanken, eben etwas angelehnt an echte Holzdecks ganz nett: Planken von den Seiten mit schwarzem Edding anmalen, dann zusammenkleben. Dann von oben Glas drüber. Die Hauptsache warum da Kohle unten drunter ist eigentlich ganz einfach: war gerade da, dickeres Glas als 49 hatte ich nicht. Zuerst wars auch nur eine Lage, damit wars aber noch zu wabbelig, also noch eine Lage drunter gepackt. Ich nachhinien würd ich s wohl nicht nochmal so machen (alleine weil die Optik durch die Löcher eh verlorengeht, als komplettes Deck sahs schon ziemlich gut aus und war auch nur 30g schwer), aber das 1. Boot ist ja auch zum Lernen da.

Bei der Kieltasche hab ich auch überlegt, mich dann aber nicht getraut da gar kein Gewebe ran zu machen. Hab zum Beispiel auch lange mit mir gerungen von innen nicht auch noch ne Lage Glas aufzulegen.

Der Spiegel ist sicher Meinungsteilend, klarer Stilbruch aber irgendwie fand ich den Gedanken eines High Tec Holzbootes ganz nett. Optisch bin ich aber auch nicht voll überzeugt. Mal sehen, lässt sich ja auch einfach wieder abschleifen ;- Ich muss beim bauen immer mal Sachen ausprobieren weils in der Vorstellung dann doch anders aussieht als in Wirklichkeit.

Roland K.

Mittlerweile bin ich auch etwas weiter gekommen. Gewichtsmässig ist das ganze zwar Aufgrund einiger hier nicht näher zu erwähnenden Bausünden schiefgegangen Angry (aktuell mit Lukendeckel ca. 210g).
Hab mich dafür aber entschieden dann wenigstens die optischen Mängel zu entfernen. Plastikdose daher wieder entfernt und nen Holzdeckel gebaut, Heck auch wieder schön in Balsa (diese Massnahmen waren übrigens Gewichtsneutral...).
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Roland K.

viel dran gearbeitet hab ich auf jeden FallRolleyes

Roland K.

Bin mittlerweile bei der Schotführung und brauche mal Beratung.

1. bin ich mit dem Block ziemlich weit Aussen gelandet. Könnte mir vorstellen das das bei Krängung nicht gerade von Vorteil ist? oder Egal?

2. Ist die Frage ob Fock und Groß über denselben Block laufen können (Fock evtl. über eine der kleineren Aussenrollen, oder ob ich noch einen zweiten Block für die Großschot aufs Deck setze.

Gruß Roland
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Roland K.

Bin mal wieder ein bischen weitergekommen. Jetzt bastel ich an der Schotführung, speziell an der Gummischnur. Zur Zeit funktioniert es soweit gut das die Gummischnur die Schot komplett rauszieht. Dafür jault das Segelservo aber beim Dichtholen auch schon ohne Winddruck ganz schön. Ist das bei Euch auch so?, spannt ihr das Gummi weniger oder wie sieht das bei Euch aus? Wär für ein paar Tipps dankbar.
Gruß Roland
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Die Schot kommt von hinten bis zur Plastikperle, da sind dann Groß und Fockschot und auch die Gummischnur dran. Gummischnur läuft zunächst mit der Fock, dann nach vorne und wieder zurück um möglichst viel Weg zu haben.

Roland K.

Blöcke sind kugelgelagert von KDH, Gummischnur von Uwe, denk mal das ist schon ganz OKSmile.
Spannung nachlassen wär natürlich kein Problem. Habs zur Zeit so eingestellt das die Schot komplett rausgezogen wird. Vielleicht wärs besser etwas nachzulassen damit das Gummi nur eine leichte Hilfe beim rausziehen gibt.

Roland K.

So wie die Spannung zur Zeit bei mir eingestellt ist hält das Servo gar nicht dagegen, die Schot wird komplett rausgezogen. Ich denke ich werd die Spannung etwas reduzieren und mir so nen Mittelweg suchen. Ganz weglassen werd ich sie nicht weil sich sonst die Schot leicht in der hinteren Rolle verklemmt, evtl. mach ich da aber auch noch etwas dickere Schot drauf.

Zum Segelbasten kommt aus der MM Ecke bisher nur einer, eine Schildkröte werd ich auch mitbringen, muss dann aber noch vom Dozenten auf Tauglichkeit geprüft werden Wink

haegar

Hallo,
weiter oben fiel das Stichwort Haltekraft.

Die Getriebe bei unseren Servos (egal ob analog oder digital) sind reine Zahnradgetriebe und daher NICHT selbstsperrend. D.h., in der Regel kann man ein Servo ohne anliegende Spannung und ohne anliegendes Impulsignal leicht von Hand verstellen. Wie leicht das geht ist vom Typ abhängig. (Ob die Digitalservos dabei besonders leichtgängig sind entzieht sich meiner Kenntnis.) Die Haltekraft wird erst durch den Regelkreis erzeugt. Das Impulssignal vom Empfänger gibt einen Sollwert für die Stellung des Servoarms vor, das Poti gibt die Rückmeldung, wo das Servo steht. In der Elektronik werden beide Werte verglichen und - wenn nötig - das Korrektursignal zum Nachregeln erzeugt. Der Unterschied zwischen Analog- und Digitalservos besteht dabei nur in der "Rechenmethode". Bei Digitalservos übernimmt diese Aufgabe ein Mikrocontroller.
Egal also was für ein Servotyp, durch Kraft von außen auf den Hebel wird das Servo geringfügig verstellt, Soll- und Istwert passen nicht mehr zusammen und das Servo versucht nachzuregeln. Bei Halten einer Last bleibt dauerhaft eine kleine Abweichung bestehen und der Motor wird permanent angesteuert und versucht diese zu korrigieren. Die Haltkraft wird so also rein elektrisch erzeugt.
Bei Digitalservos werden die Servomotoren mit einer recht hohen Impulsfrequenz angesteuert. Das macht das ganze besonders effektiv (Dehzahlsteller bei Antriebmotoren arbeiten heute ja auch mit mehreren kHz Taktfrequenz, die ersten Generationen liefen mit der Framerate des Senders, also etwa mit 50 Hz). Leider führt das auch dazu, dass die Digitalservos bei Belastung ständig pfeifen.

Trotzdem sollte die Spannung des Gummis nicht so hoch sein, dass die Schot bei ausgeschaltetem Empfänger komplett rausgezogen wird. Soviel Reibung ist schon in den Getrieben, das ein leichter Zug mechanisch abgefangen wird. Der Gummi soll ja nur das Lose aus dem Bootsinneren ziehen. Das stellt man bei voll gefierten Schoten so ein, dass es eben funktioniert. Bei einem Gummi (Latexschnur) mit voller Bootslänge ist dann auch im dichtgeholten Zustand nicht zu viel Zug auf dem Gummi, es sei denn man fährt mit einem sehr großen Schotweg. Große Schotwege ziehen natürlich auch den Gummi stärker raus. Hier kann man ev. noch etwas optimieren. Wichtig ist natürlich auch, dass die Schot unter Deck möglichst gradlinig und leichtgängig läuft.

haegar

Hi, Arne,
die mir bekannten "Hochstromservos" ("Hoch"spannung wäre eigentlich treffender) kommen alle in der Standardbaugröße und wiegen 50g aufwärts, sind also noch nicht wirklich interessant. Dagegen ist der Limiter, den Graupner angekündigt hat, interessanter. Der reduziert für 2 (!) Servos die Spannung von Lipo auf 5,9V und kann 5A ab. Dabei wiegt der nur 7g.
Er soll angeblich ab Mai lieferbar sein.
Es gibt auch eine Version für nur 1 Servo
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